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  • : Guybrush "Hormontherapeut" Threepwood
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Wien, Du kennst mich ab, kennst mich down

Warum gerade Wien?

Nun, das frage ich mich auch immer wieder, aber die Antwort ist, ich weiß es nicht! Für mich ist es immer noch schwer zu erfassen, was mich alles an dieser Stadt fasziniert, denn es ist mehr, als lediglich die Achitektur, das mondäne Leben oder der Reiz einer Flugreise. Da ist auch etwas unbegreifliches, etwas nicht wirklich fassbares mit im Spiel. Ein Gefühl, dass ich leider nicht erklären kann.  Was ich aber erzählen kann ist, wie es überhaupt dazu kam, dass ich auf Wien aufmerkam wurde. Das war im Grunde purer Zufall!


Wie alles begann
 

Jemand, der wie ich doch einen gewissen Zeitanteil seines Lebens im Netz verbringt, der lernt irgendwann fast zwangsläufig andere Menschen kennen. So ging es mir in diesem Falle auch. Ich lernte einen interessanten Menschen kennen. Dieser Mensch, man sollte nicht verheimlichen, dass es sich um eine "sie" handelt ;-) ,wohnte nun zufällig in - genau, richtig geraten: in Wien! Diese Tatsache hat mich jedoch zunächst nicht besonders interessiert, zumal das gute 750km von meiner Heimat entfernt liegt. Da wir uns aber gut verstanden warf einer von uns irgend wann mal das Thema "Treffen" in den Raum. Ich weiß ehrlich gesagt nicht mehr genau, wer von uns beiden es war. Doch die Tatsache, dass wir darüber sprachen, weckte irgendwie meinen Ehrgeiz. Das war, im November 2006, das erste Mal, dass ich mir im Internet einige Informationen über die Stadt einholte und schaute, wie man am Besten überhaupt da hin kommt. 

Nachdem das dann geklärt war, ging es noch einmal darum, ob das Treffen tatsächlich stattfinden sollte. Nicht, dass am Ende niemand dort auf mich wartet. Doch es blieb dabei, also wurde der Flug von mir gebucht und dann ging es tatsächlich nach Wien!


Erster Tagestrip im Dezember 2006

Im Dezember, eine Woche vor Weihnachten, an einem Dienstag war es dann soweit. Der Flieger ging bereits um 6.15 Uhr los, also war frühes Aufstehen angesagt. Bereits eine Stunde später war ich dann in der Donaumetropole. Klar war das aufregend, denn zum Einen fliege ich nicht allzu oft, zum Anderen war ich auch gespannt, ob ich mich in der fremden Stadt zurecht finde. Als Treffpunkt war der Schwedenplatz ausgemacht. Sie war auch pünktlich da und nach der ersten Begrüßung sind wir erst mal ins Café Sacher frühstücken gegangen. Man stelle sich vor, Café Sacher!! Dekadenz lässt grüßen. *g* Das Frühstück war lecker, aber mit knapp 30€ auch reichlich happig. Dafür kann ich jetzt behaupten, in Wiens Topadresse diniert zu haben! *lach* 

In den darauf folgenden Stunden zeigte mir meine Begleiterin Ihre Stadt, vor allem waren wir am inneren Ring unterwegs. Hier gibt es ja wirklich eine Menge zu sehen, egal ob Staatsoper, Stephansdom, Hofburg, Parlament, Volksgarten, Universität oder Votivkirche. Tja, und Wien in der Weihnachtszeit ist ja nun wirklich doppelt sehenswert.
Mein großes Glück war jedoch, dass meine Begleiterin nicht nur in Wien lebte, sondern auch Geschichte studierte und eine Menge über die Stadt und die einzelnen Orte, die wir besuchten, wusste. Das war, auch aus heutiger Sicht, wirklichgroßes Glück und vielleicht mit ein Grund, warum ich mich in Wien so wohl fühle. 

Am Nachmittag, so gegen 15.00 Uhr war dann der gemeinsame Tag schon beinahe zu Ende, denn mein Flieger sollte mich so gegen 16.30 Uhr wieder in die Heimat bringen. Als ich dann im Shuttlebus zum Airport saß, hatte ich das erste Mal das Gefühl, lieber in Wien bleiben zu wollen. Es war ein wirklich toller Tag mit vielen Eindrücken. Bereits da ahnte ich irgendwie, dass das bei weitem nicht mein letzter Besuch bleiben würde.


Zweiter Tagestrip im Januar 2007

Kaum wieder in der Heimat war sofort für mich klar: ich will wieder nach Wien! Ich kann mich nicht mehr genau erinnern, aber ich schätze, ich versuchte schon beinahe einen Tag später, also noch vor Weihnachten, einen neuen Termin für die zweite Wienreise zu vereinbaren. Auch meine Bekannte aus der österreicherischen Hauptstadt hatte nichts gegen einen erneuten Besuch. Nach mehreren Besprechungen stand dann bald das nächste Treffen fest. Es sollte Ende Januar über die Bühne gehen. Der Flug war schnell gebucht und dann hieß es erst einmal warten. Die Wochen zogen sich dahin und ich konnte es kaum erwarten, bis es wieder losgeht.

Gottseidank ist auch die längste Wartezeit vorbei und der Tag der zweiten Kurzreise von einem Tag war da. Es hatte sich bewährt, bereits den Flug um 6.15 Uhr zu nehmen, um sich dann um 8.30 Uhr am Schwedenplatz zu treffen. Von dort aus ging es dann zu einem kleinen netten Café im 2. Bezirk. Dieses Café ist übrigens auch heute noch meine Stammanlaufstelle, wenn ich, kaum in Wien angekommen, erst einmal frühstücken will. Gut, an diesem Tag standen jedenfalls auch wieder einige schöne Sehenswürdigkeiten auf dem Programm. So waren wir unter anderem im Augarten, abermals am Ring und am Karlsplatz unterweg. Auch ging es dann noch zum Prater, eine Runde mit dem Riesenrad fahren. Ich hab es trotz Höhenangst nicht bereut!

Wie immer war leider wenig Zeit und bald hieß es am Nachmittag schon wieder, Abschied nehmen. Doch ehrlich gesagt war ich schon längst mit dem Wien-Virus infiziert, so dass die nächste Reise auch nicht lange auf sich warten lies. *g*


Hattrick im März 2007

Bereits drei Wochen später hieß es dann wieder "I'll fly away, to vienna and..."! Jaja, ganz schön verrückt, aber was will man machen, wenn man so eine tolle Stadt mit seinem persönlichen Fremdenführer erkunden kann? Das will ausgenutzt sein! Wie üblich, ging es bereits früh los, um einigermaßen was vom Tage zu haben. Der Flug war gut wie immer, aber leider spielte an diesem Tag, anders als bei den beiden Besuchen zuvor, das Wetter überhaupt nicht mit. Es schneite ziemlich doll und war ekelig nass-kalt. Bei diesem Wetter sind wir nach dem obligatorischen Frühstück aber doch tatsächlich in den Tierpark Schönbrunn gegangen?! Ja, das war eine feine Sache, denn dank des Mistwetters waren wir praktisch die einzigen Besucher an dem Tag. Leider konnte ich wegen der schlechten Witterung kaum Fotos machen, meine Kamera wäre mir sonst gnadenlos kaputt gegangen, da der Schnee sehr nass war. Schön war es trotzdem, im Schönbrunner Tierpark. Das besondere Highlight war dort meine Begegnung mit den Giraffen im Giraffenhaus. Da kamen die Tiere doch aus Neugierde tatsächlich mit ihren Köpfen ganz nah ans Gitter und ließen sich streicheln! Da wurde Guybrush mal schnell zum "Giraffenflüsterer"! *lol* Ich war hellauf begeistert. 

Nach dem ausgedehnten Zoobesuch blieb nicht mehr viel Zeit, bis es dann abermals am Nachmittag "time to say goodbye" hieß. Schade, irgendwie waren 8 Stunden Wien immer zu wenig, wie ich fand. Dem musste man doch irgendwie Abhilfe schaffen können, oder?


Verlängerung im April 2007

Ja, man konnte, um die Frage aus dem letzten Absatz zu beantworten! Denn Ende April war bereits der nächste Besuch in Wien angesetzt. Diesmal jedoch im XXL Format! Ja, zwei volle Tage Wien, und am zweiten Tag auch erst mit dem letzten Flieger des Tages wieder zurück, so gegen 21.30 Uhr. Übernachtet habe ich übrigens in der Pension Kolbeck (
www.hotel-kolbeck.at/), ganz in der Nähe vom Südtiroler Platz. Ein Einzelzimmer kostete damals 50€ pro Nacht, also mehr als akzeptabel. Vor allem liegt das Hotel günstig, man ist mit der U-Bahn in wenigen Minuten am Stephansplatz! 

Dass meine Begleiterin und ich wieder in dem kleinen netten Café im 2.Bezirk frühstückten, brauche ich wohl nicht erwähnen, oder? *g* Danach ging es erst mal zum einchecken ins Hotel, um von dort aus dann zu starten. Nachdem es erst einmal ins Eiscafé Tichy (
www.gastroweb.at/tichy-eis/ ) am Reumannplatz ging, setzten wir unsere Tour durch die Stadt mit einem ausgedehnten Besuch im Schloß Belvedere fort. Zwar wurde dort grade im Schloßgarten gebaut, aber die Gemäldeausstellung im oberen und unteren Belvedere haben dafür allemal entschädigt. Von dort aus ging es dann bereits am frühen Nachmittag rüber zur Donauinsel für einen Spaziergang an der Donau. Von dort aus ging es anschließend zum Abendprogramm in die Gasometer City. Das ist ein Einkaufscenter und Studentenwohnheim in Simmering, errichtet in ehemaligen Gastanks (de.wikipedia.org/wiki/Gasometer_(Wien) ). Dort nahmen wir das Abendessen ein und gingen noch ins Kino. Damit war der erste Tag dann auch schon zu Ende.

Der zweite Tag begann für mich mit einem erneuten Ausflug in den Tierpark Schönbrunn. Bei herrlichem Wetter hatte ich endlich die Gelegenheit, in aller Ruhe die Tiere anzusehen und zu fotografieren. Anschließend ging ich mit meiner Begleiterin dort auch essen und dann zeigte sie mir die Gloriette und den Schloßpark Schönbrunn. Also wenn man irgendwo Menschen aus Fernost in Massen antreffen will, dann dort! Die lieben ja Schlösser und dem entsprechend herrschte auch großer Andrang. Aber irgendwie verteilt sich das dann ja auch auf dem wunderschönen Parkgelände. Am Nachmittag stand dann noch ein Besuch im Wiener Stadtpark an und eine Stippvisite beim Eiscafé am Schwedenplatz an. Es folgte die gewohnte Verabschiedung von meiner Begleiterin. Ich hatte allerdings noch etwas Zeit und bin dann noch einmal an die Copa Cagrana gefahren, um ein paar schöne Sonnenuntergangfotos zu machen. Als es dann bereits dunkel war, ging es zurück zum Schwedenplatz und von dort zum Flughafen. Das waren zwei wirklich schöne Tage!


Tour de force im September 2007

Bis ich allerdings erneut in die Donaumetropole reisen würde, verging doch mehr Zeit, als erhofft. Zunächst galt es im Anschluss an die Reise im April erst einmal die Tatsache verdauen, dass meine Bekannte und Fremdenführerin keinen Kontakt mehr wollte. Ich kehrte den Sommer über also in mich, um diese Tatsache zu verarbeiten und um heraus zu finden, ob ich zukünftig überhaupt noch nach Wien wollte und ob so ein Besuch auch ohne sie funktionieren würde. Im Spätsommer wurden die Pläne dann konkreter und ich buchte einen Flug für Ende September. Wieder ein Tag, zwölf Stunden Wien. Die Vorfreude wuchs und endlich war auch diese Wartezeit vorbei!

Leider stand der Beginn dieses Reisetages unter keinem guten Stern. Ich verschlief und verpasste dadurch fast meinen morgendlichen Flieger. Ich bin wirklich in letzter Minute noch an Board gegangen. In Wien angekommen verpasste ich dann auch noch den Shuttlebus zum Schwedenplatz und verlor so eine weitere halbe Stunde. Daher verzichtete ich auch auf das Frühstück im Café und holte mir nur ein belgtes Brötchen für unterwegs. Aber es kam noch schlimmer: ich hatte in der Heimat meinen Stadtplan vergessen und musste mich nun endgültig bewähren. Würde ich all meine Ziele auch ohne ein Hilfsmittel erreichen? Ja, das hab ich geschafft. :-) 

Der Tag entwickelte sich dann zu einer wirklichen Tour de force, denn mein Wunsch war es, all die Orte zu besuchen, die ich mit meiner Bekannten bei den Besuchen zuvor aufgesucht hatte. Somit war ich im Schloß Schönbrunn, im dortigen Tierpark, Am Südtiroler Platz, bin von der Votivkirche bis zum Stephansdom den inneren Ring entlang gelaufen, war am Praterstern und auf der Donauhalbinsel, am Schloß Belvedere und am Karlsplatz. Zwar hab ich alle Ziele erreicht, doch gerade am Ende war es eine regelrechte Tortur und meine Füße haben echt gestreikt! Ich war mehr als k.o. und hatte die Nase voll, denn meine Kalkulation ging daneben. Es ist einfach ziemlich nachteilig, alles an einem Tag schaffen zu wollen, das geht kaum. Hinterher war ich jedenfalls schlauer. Und um eine Erkenntnis reicher: Wien funktionert für mich auch ohne meine Bekanntschaft! Das war für mich schließlich auch der ausschlaggebende Punkt, auch zukünfitg immer wieder mal nach Wien zu reisen und der Stadt meinen Besuch abzustatten. Doch über diese Reisen berichte ich dann immer unter der Rubrik "Mariahilf".


Fazit

Nun habt ihr also einen kleinen Einblick in meine bisherigen Erlebnisse bekommen. All das spielt sicher mit eine Rolle, warum ich diese Stadt so liebe und immer wieder gerne dort hinreise. Aber wie schon Eingangs erwähnt, es gibt neben vielen rationellen Erklärungen auch einen irrationellen Bereich. Vielleicht kann man die ganze eingängliche Fragestellung auch verkürzen, in dem man einfach sagt, dass mir Wien gefällt wie sonst keine andere Stadt, die ich kenne. Es zieht mich immer wieder dorthin. Der Grund, warum das so ist, spielt da doch eher eine untergeordnete Rolle. 

Liebe Grüße
Hormontherapeut
 
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