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Tagestrip 13.02.2008

Sodale, nun war es ja soweit - mein Tagestrip am 13.02.2008 stand auf dem Programm und jetzt kann ich auch endlich berichten, was ich alles so erlebt und gesehen habe!

Mein Tag begann schon sehr früh - oder besser: in der Nacht. Um 3.30 Uhr klingelte knadenlos der Wecker. Aber das frühe Aufstehen hatte den Vorteil, dass ich mich gaaaanz entspannt und in Ruhe fertig machen konnte. Bei meiner Reise im letzten September hatte ich ja verschlafen und beinahe den Hinflug verpasst. Aber gestern war das nicht der Fall, denn nach dem frisch machen und anziehen ging es mit dem Auto zum Flughafen.
Dort angekommen konnte ich ohne Hektik einchecken. Bekam dann auch gleich das Ticket für den Rückflug, besser gehts einfach nicht. Ich hatte vor dem Boarding sogar noch Zeit, ein Schokocroissant zu essen. Im Flieger hatte ich dann einen Fensterplatz. Wir starteten pünktlich um 6.10 Uhr. Über den Wolken konnte man dann sogar den Sonnenaufgang beobachten. Leider saß ich dafür auf der falschen Seite. Die Boing 737-800 brachte uns samt Pilot jedenfalls zuverlässig nach Wien-Schwechat. Als der Pilot durchsagte, dass in Wien Nebel herrsche, war ich schon enttäuscht. Auf www.wetter.com wurde für diesen Tag eigentlich Sonnenschein bei 7° angesagt. Aber leider - Pustekuchen!! Nachdem sich der Nebel auch in der Stadt nur sehr langsam auflöste, blieb es den ganzen Tag bei der geschlossenen Wolkendecke und Höchsttemperaturen von max. 3° ! So komplett lag also der Wetterdienst daneben.... Das veranlasst mich übrigens dazu, den Dienst nicht mehr in Anspruch zu nehmen. Diese Deppen können es offensichtlich nicht. *grummel*

Am Flughafen Schwechat angekommen hab ich dann am Tourist-Center erst mal ne Tageskarte für die Öffentlichen und eine Hin- und Rückfahrkarte für den City-Airport-Train (CAT www.cityairporttrain.com/home/)  gekauft. Nun, es war das erste Mal, dass ich auf diesem Wege in die Stadt bin und ich war eigentlich begeistert. Der CAT braucht nur die Hälfte der Zeit des Busses und bleibt auch nicht im Stau stehen. Der Zug ist modern und hochwertig ausgerüstet, es macht wirklich Spaß, damit zu fahren. 
Kritik muss ich dann aber doch üben. Ist man nämlich in Wien Mitte angekommen und benützt die Übergangspassage zum regulären Bahnbereich oder um das Gelände zu verlassen, bemerkt man doch, dass es dort ziemlich herunter gekommen ist. Die Wände sind voller Grafitti und Zettellagen, der Fußboden dreckig und nicht sonderlich vertrauenserweckende Gestalten tummeln sich da. Ist eher ein wenig abschreckend! 
Bin dann aber doch in die U4 umgestiegen und eine Station weiter gefahren zum Schwedenplatz. Von dort bin ich wieder in "mein" Café im 2. Bezirk gegangen. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich mir immer noch nicht gemerkt habe, wie es heißt und auch ein Foto bleibe ich weiter schuldig. Das Frühstück war wieder günstig und gut. Um kurz nach 8.00 Uhr morgens war natürlich noch nicht allzu viel los. Der Vorteil dieses Cafés ist auch, dass es bereits ab 7.00 Uhr geöffnet hat. Wie auch immer, nach dem Frühstück ging es dann weiter auf die erste Etappe dieses Tages.

Dazu musste ich zurück zum Schwedenplatz und mit der U4 raus in Richtung Heiligenstadt. In Spittelau bin ich dann in die U6 umgestiegen und zum Handelskai gefahren. Hier steht der Milleniumtower und die Millenium-City, eine angeschlossene Einkaufsmall. Viel gesehen hab ich wegen des blöden Nebels aber nicht vom Turm, also hab ich mich im Shopping-Center erst mal aufgewärmt. *g* Sooo groß ist die Mall aber nicht, da bin ich aus meiner Heimat doch Größeres gewohnt. Dennoch interessant, was es da alles im Vergleich zur Heimat für Geschäfte gibt. Nachdem ich mich genug aufgewärmt habe, ging es dann wieder hinaus in die Kälte und zurück zur U-Bahn, um nach Spittelau zu kommen. Hier steht die im Hundertwasserstil erbaute Müllverbrennungsanlage, die Wiener Fernwärme, die Wirtschaftsuni und das österreichische Bundeskriminalamt, dass ja dieser Tage auch in den Schlagzeilen war. Viel mehr gibt es hier eigentlich nicht zu sehen und so hab ich nur meine geplanten Fotos gemacht und bin dann ab in den Wiener Kiez. Mit der U6 ging es, teilweise auf ziemlich altgedienten Viadukten bis zur Alser Straße. Von dort habe ich dann ein wenig das "andere Wien" angesehen. Also fernab der auf Hochglanz polierten Innenstadt. Ist schon ein durchaus interessantes Kontrastprogramm. Dennoch, auch in dieser Gegend spürt man ihn irgendwie, den Charme dieser Stadt.

Es folgte der lange Weg zurück zum Schwedenplatz, um dort mit der Straßenbahnlinie "N" zum Hundertwasser-Haus zu gelangen. Irgendwie bin ich eine Station zu früh ausgestiegen, aber macht nichts. *zwinker* So kontne ich immerhin noch eine interessante Kirche (von aussen) ansehen. Das Hundertwasser-Haus (http://www.hundertwasserhaus.info/information/), als Sozialwohnungsbau konzipiert, liegt in der Hetzgasse in mitten eines stinknormalen Wohngebietes. Es gibt hier ein integriertes Terassencafé, einen Shop und halt ganz normale Wohnungen. Die sind übrigens nicht zu besichtigen. Dafür gibt es noch eine kleines "Hundertwasser-Village", eine kleine Passage mit winzigen Geschäften und einem Restaurant. Das habe ich mir aber leidglich angesehen und bin dann zurück zur Straßenbahn, denn ich wollte zurück zum ... - genau! zum Schwedenplatz! - denn von dort "musste" ich zum Karlsplatz und dann weiter zur Linken Wienerzeile. An der Straßenbahnhaltestelle hatte ich dann ein witziges Erlebnis. Aus einer Gruppe von 3 jungen Leuten sprach mich eine Frau an, auf englisch, ob ich ihr denn sagen könne, wie sie zum Stephansplatz kämen. Das wusste ich!! Die drei waren dann auch froh über die Hilfe. Offenbar haben sie mich für einen echten Einheimischen gehalten. Irgendwie fasse ich das als Kompliment auf! :->

Nun gut, nach kurzer Fahrt war ich also am Karlsplatz und bin von dort zum Naschmarkt zwischen Rechter und Linker Wienerzeile rübergelaufen. Und hier muss ich leider sagen, begann meine persönliche Enttäuschung des Tages. Was hatte ich nicht schon alles positive über diesen Ort gehört! Um ehrlich zu sein - mir hat er überhaupt nicht gefallen. Vielleicht habe ich auch etwas anderes erwartet. Eigentlich reihte sich nur ein kleines Restaurant an das Andere. Es gab auch ein paar Stände mit frischem Obst und Gemüse, mit Gewürzen, Kräutern, Brot und Fisch. Nur besonders einladend wirkte das alles auf mich nicht. Es war auch nichts los, kaum Leute dort. Viele "Buden" geschlossen. Ich hatte auch Hunger, es war immerhin schon nach 13.00 Uhr, aber eine schnöde "Würstl-Bude" gab es nicht mal. Auf Grund meines Programms wollte ich mich aber auch nicht reinsetzen in eines der "Restaurants" Dem Hungertod nahe ^^ habe ich dann aber doch noch in der U-Bahnstation Karlsplatz eine Mini-Pizza bekommen. ;-) 

Vom Karlsplatz bin ich mit der U2 eine Station zum Museumsquartier gefahren. So nah am inneren Ring, am Stadtzentrum, merkt man natürlich wieder das "Hochglanz-Wien". Saubere Straßen, toll hergerichtete Häuser. Ich spazierte also fotografierend zwischen Museumsquartier und Naturhistorischem Museum lang und kam ans Volkstheater. Von dort ging es weiter zum Parlament (mal wieder) und die Ringstraße am Rathaus vorbei Richtug Uni. Gegenüber der Uni kehrte ich dann in ein schönes modernes Café ein. Es war schon fast 15.00 Uhr und ich hatte irgendwie immer noch Hunger. Ich konnte feststellen, dass vor allem junge Leute (Studenten?) dieses Café frequentieren. Bei einem Stück Mozart-Torte und einem Café Mocca ruhte ich mich erst mal aus, denn langsam taten meine Füße und Oberschenkel (?) immer mehr weh.

Irgendwann raffte ich mich wieder auf und zahlte, um dann zur Straßenbahn zu gehen. Mit der fuhr ich rüber zur Staatsoper und flanierte dann durch die Kärntner Straße, eine berühmte FußgängerDhopping-Zone im Herzen Wiens. Es gab einiges zu sehen. Aber eigentlich war das nur ein kurzes Zwischenspiel, denn da es bereits dämmerte, wollte ich zur Donaucity, um vom Donauturm die nächtliche Stadt zu fotografieren. Inzwischen schleppte ich mich mehr dahin, als dass ich lief. Es war in der Tar schon fast dunkel, als ich am Fuße des Turmes stand. Hier verließ mich leider der Mut. Nicht wegen der Höhe, nicht wegen der Kälte und dem Wind. Nein, es war der Rückweg durch den teilweise unbeleichteten und stockfinsteren Donaupark. So zog ich mich dann mit der letzten Dämmerung zurück zur Donaucity, also den Hochhäusern. Hier sind wenige gute Fotos entstanden. Vielleicht wäre Stativ hilfreich gewesen.

Auf dem Rückweg zum Stephansplatz hab ich dann noch einen Zwischenstop auf der Reichsbrücke eingelegt, um die Skyline der Donaucity zu fotografieren. Hätte ich mir allerdings sparen können, die Bilder sind alle verwackelt. :-( Ich hatte einfach nicht mehr die Konzentration für vernünftige Bilder. Trotzdem sind dann in der Kärntner Straße, an der Staatsoper und Albertina noch ein paar gelungene Nachtaufnahmen entstanden. Da bin ich glücklich drüber. Die Zeit war auch voran geschritten. Inzwischen war es kurz vor 19.00 Uhr. Ich war mit meinen Kräften am Ende und beschloß, zu einer U-Bahn-Station zu gehen, um dort auf den CAT umzusteigen. Das tat ich dann eine gute halbe Stunde früher als geplant und erreichte dann 2 Stunden vor dem Abflug bereits stehend k.o. Schwechat. Die restliche Zeit vertrieb ich mir im Dutyfree Shop, mit dem einchecken und boarden. Ach ja, ein Baguette und nen Cappuchino gab es auch noch. Ich war heilfroh, dann endlich im Flieger zu sitzen und pünktlich um 21.30 Uhr abzuheben. In der Heimat angekommen kroch ich dann zum Parkplatz, löhnte heftig für den Parkplatz am Kassenautomaten und fuhr heim. Gegen kurz nach 23.00 Uhr war ich zu Hause, gegen 23.30 Uhr fiel ich erschossen ins Bett. Es war eine kurze Nacht, bereits gegen 5.00 Uhr klingelte der Wecker - ich musste zur Arbeit.

Alles in allem war es ein wirklich schöner Tagestrip, bei dem ich wieder einige neue Facetten der Stadt kennen lerne durfte. Da es immer noch Ecken gibt, die ich gerne sehen möchte und mich auch sonst in Wien wohl fühle (und ja offenbar eh schon für "Einheimisch" angesehen werde ^^ :-> ), werde ich wohl zu gegebener Zeit dieser Stadt den nächsten Besuch abstatten.

Mit diesen Worten beende ich nun meinen Bericht zum Tagestrip am 13.02.2008. Ich hoffe, es hat Euch gefallen und ich habe Euch nicht zu Tode gelangweilt. ;-) Feedback ist wie immer erwünscht!
 

Hier übrigens noch der Link zu den Fotos dieses Tages: http://picasaweb.google.com/Hormontherapeut/WienFebruar2008

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